Nun also die Ladenöffnungszeiten

Grundsätzlich finde ich es ja klasse, das sich solche antiken sozialen Gruppierungen wie Gewerkschaften tatsächlich ins 21. Jahrhundert retten konnten. Dumm nur, dass ihnen jegliches Betätigungsfeld fehlt, die ursprünglichen Ziele wie die 38-Stunden-Woche sind längst erreicht, zudem schwinden die Mitgliederzahlen rapide. Um so lustiger ist es, dass sie jetzt völlig rückwärtsgerichtet zusammen mit der rot-grünen Minderheitsregierung in NRW fordern, die Liberalisierung der Ladenöffungszeiten rückgängig zu machen. Das schlagende Argument: “Unnötige Belastung der Mitarbeiter”. Weiterlesen »

Vox populi

Deutschmenschen sollten nicht vor die Kamera

Deutschmenschen sollten nicht vor die Kamera

—Aktueller Song: “Painted Like A Picture” von Duncan Townsend —

Deutsche Menschen vor der Kamera sind mir ja ein Graus. Ich meine jetzt nicht diese von allgegenwärtigen Un-Promis oder diesen gecasteten Vertretern der untersten Unterschicht des tiefsten Prekariats, die tagein, tagaus das Fernsehprogramm dominieren, sondern die Otto-Normalen. Die, die keine Ahnung von nichts haben, sich aber trotzdem gerne unbezahlt vor die Kamera zerren lassen. Weiterlesen »

Ramazzotti – der perfekte Absturz-Drink?

Eben fand ich dieses wundervolle Warnsymbol auf meiner Ramazzotti-Flasche:

Warnhinweis auf Ramazzotti-Flasche

Warnhinweis auf Ramazzotti-Flasche

Da haben einige Warnschild-Designer wahrscheinlich viel Geld und Hirnschmalz investiert, um dem Gewohnheitstrinker klarzumachen, dass man irgendetwas nicht mit Ramazzotti machen soll. Nur… was? Weiterlesen »

Boboville, Cologne

Bobokneipe in Köln

Bobokneipe in Köln

—Aktueller Song: “Too much for you” von Cowboys On Dope—

Es regnet nicht in Boboville, Cologne, es klimawandelt. Wenn es regnet, obwohl es nicht regnen sollte – und das ist in Köln eigentlich immer – sagen die Leute in Boboville, das sei der Klimawandel. Klimwandel ist das, was man früher Wetter nannte. Klimawandel ist auch, wenn man im Skigebiet im Winter eingeschneit wird oder im Urlaub am Äquator einen Sonnenbrand bekommt. “Wie wird der Klimawandel morgen?” hört man sie schon auf der Straße fragen, diese Bobos, diese noch schlimmere Nachfolgegeneration der Yuppies. Aber in Boboville geht es nicht nur um den Klimawandel – es geht um eine bessere Welt und man ist ja schließlich so verantwortungsvoll und aufgeklärt, dass man die eigene Bigotterie getrost ignorieren und in den Skiurlaub fahren kann. Trotz Klimawandel! Weiterlesen »

Nebel am Rhein

Nebel am Kölner Rheinufer

Nebel am Kölner Rheinufer

Nebel und Sonnenschein am Kölner Rheinufer, man sieht kaum die Hand vor Augen. Aus der grauen Suppe taucht kurz ein Schiff auf und verschwindet sofort wieder. Geräusche wie Gedämpft, kein anderes Ufer in Sicht. Köln sollte am Meer liegen – jemand sollte die Deiche einreißen und die Niederlande fluten! Weiterlesen »

Dschungelcamp darf man ja auch nicht mehr gucken

Dschungel am anderen Ende der Welt – hier ohne F-Promis

Dschungel am anderen Ende der Welt – hier ohne F-Promis

—Aktueller Song: “Dumb” von Garbage—

Als ausgewiesener Fan der Unterschichten-Unterhaltung – ja, ich ziehe mir tatsächlich und mit Freude alle Krawallformate von “Mitten im Leben” über “Deutschland Deine Teenies”, “Verdachtsfälle” und “Frauentausch” bis hin zu “Einsam unter Palmen”, “Bauer sucht Frau” und “Die Geissens” rein – bin ich natürlich derzeit glücklich: “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” läuft wieder. Bis auf Brigitte Nielsen und den Next Uri Geller kannte ich zwar bis dato keinen der Kandidaten, aber das ist ja eigentlich auch egal, Dirk Bach und Sonja Zietlow bringen einem diese F-Prominenten, für die das Format erfunden wurde, für das das Fernsehen erfunden wurde, wieder einmal so herzlich menschenverachtend näher, dass man einfach gerne zuschaut, auch wenn es dumm wie immer ist. Weiterlesen »

Umgezogen

Byebye, Bickendorf!

Byebye, Bickendorf!

—Aktueller Song: “The New Dork (Entrepreneur State of Mind)” von Pantless Knights ft. Grasshopper—

Es ist vollbracht. Vier arbeitsreiche Wochen liegen hinter uns: Es ging darum, aus der Junggesellenbude in Köln-Bickendorf/Ehrenfeld-Superszeneviertel und dem WG-Zimmer in Beverly Sülz in die neue gemeinsame Wohnung im Kölner Süden zu ziehen. Drei Wohnungen mit Renovierungsbedarf und ca. 10000 qm zu streichen, Teppich rausreißen, Dielenboden putzen. An diesem Punkt ein Ratschlag: Falls Ihr jemals IKEA-Spiegelfliesen, also die mit dem Klebekram, installieren wollt, denkt bitte daran, dass man die nie, wirklich NIE wieder abbekommt, weder auf Türen, noch auf Fliesen, noch auf Tapete. Nur auf Putz scheint’s zu gehen, wenn man ein ordentliches Stück Wand herausreißt. Byebye, ungenutzte Zeiten der jugendlichen Digitalbohème! Weiterlesen »

Am Neujahrsmorgen 2012

4 Uhr Morgens, U-Bahn-Station Leyendeckerstraße

4 Uhr Morgens, U-Bahn-Station Leyendeckerstraße