Korallenverletzung

Koralle
Korallen sehen nett aus, sind aber Arschlöcher.

Nein, dieser Post wird keine Bilder meines linken Fußes enthalten, nur so viel: Während meines Thailand-Aufenthaltes im Herbst vergangenen Jahres hatte ich intensiven Kontakt mit einer Koralle. Um genau zu sein, bin ich ganz trampelhaft draufgetreten, ich Klimakiller. Weil meine Schnorchelbrille beschlagen war und ich die Wassertiefe falsch eingeschätzt hatte. Einmal unvorsichtig gepaddelt, schon hatte mir die Koralle den Fuß an mehreren Stellen tief aufgeschnitten. Dummerweise tat das zunächst auch nicht weh, weshalb ich die folgenden Tage fröhlich dazu nutzte, mir eine ordentliche Portion thailändischen Straßendrecks in die unversorgte Wunde zu treten. Das war keine gute Idee… Weiterlesen

Goldhamster isst Mini-Burritos

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Ein Hamster, ein Mini-Burrito und ziemlich dicke Backen

Ganz klar: Bis jetzt war das Internet nicht nützlich. Zuviel Quatsch. Katzenbilder, Facebook, Star Wars, solche Sachen. Nun zeigt sich: Das Internet eignet sich auch hervorragend als Satire-Plattform. Schon die alten Griechen wussten: Nichts hält Menschen mehr den Spiegel vor als Tiere, die sich wie Menschen verhalten. Das Resultat waren die klassischen Fabeln des Altertums. Nun also ein Hamster, der Mini-Burritos isst. Wichtig dabei ist vor allem das “Wie”, das erinnert mich nämlich massiv an menschliche XXL-Schnitzel-Konsumenten, All-you-can-eat-Vernascher und nicht zuletzt mich heute Mittag beim Shokudo heute Mittag. Das Internet ist nun also endlich nützlich und der Name des Videos, “Tiny Hamsters Eating Tiny Burritos – Episode 1″, lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Ich empfehle dem Macher als nächstes Projekt “Tiny Hamsters Eating Tiny Sushi”, einfach nur, um die Anforderungen ein wenig hochzuschrauben. Weiterlesen

Kreativer Kneipenwirt

... sonst kommen die Grünen und Ihr dürft nie wieder Fleisch essen!
… sonst kommen die Grünen und Ihr dürft nie wieder Fleisch essen! (Foto: Stevie)

Eine hübsche Idee, gegen das NRW-Rauchverbot zu protestieren. Gesehen im Billa Bonn:

Liebe Gäste,
wir haben KEINE Lizenz für die Außengastronomie und deshalb dürfen KEINE Getränke mit nach draußen genommen werden.
Ihr könnt Euch dafür bei der Rot-Grünen Landesregierung bedanken, wenn Ihr zum Rauchen auf die Straße gehen müsst.
Und wenn Ihr draußen raucht, bitte nicht zu laut inhalieren und auch nicht zu viel Spaß haben, sonst kommen die Grünen und Ihr dürft nie wieder Fleisch essen!
Aber definitiv: Keine Getränke nach draußen!

Lady Gaga – Pokerface

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Lady Gaga – Pokerface

Immer, wenn ich diesen Song höre, muss ich an einen der wohl spaßigsten Abende meines Lebens denken. Dass der ausgerechnet in Can Picafort auf Mallorca in einer fast leeren Disco stattfand und der einzige Beteiligte mein kleiner Bruder war? Egal! Was haben wir damals über diesen Song gelästert, es war wohl 2009. Wir wussten ja nicht, was da noch an schlimmer Musik kommen würde. Heue ist die Zukunft Vergangenheit und die Black Eyed Peas haben seit über drei Jahren kein Album mehr herausgebracht, stattdessen singt sich derzeit Helene Fischer an die Spitze der Charts. Und so erscheint Lady Gaga in der Rückschau in einem gar nicht mehr so schlechtem Licht, oder? Weiterlesen

Eifelwandern

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Sandsteinfelsen an der Burg Nideggen.

—Aktueller Song: “Serpents” von Sharon Van Etten—

Heute war Eifelwandern angesagt. Eifelwandern ist, wenn man in der Eifel spazieren geht, aber eine Wanderkarte dabei hat und Wanderschuhe anzieht. Die Frau wollte das so und so waren wir dann an der Burg Nideggen unterwegs, wo es wirklich hübsch ist. Besonders schön sind die Sandsteinfelsen, die aber, wie mir ein sehr alter Mann sagte, der dort rumlungerte, “nicht mehr beklettert werden dürfen wegen Naturschutz.” Gut, ich bin ohnehin nicht so der Kletterer, aber wegen Naturschutz, das ist natürlich hart. Die Frau hätte dann fast eine Blindschleiche zertreten, obwohl sie gar nicht geklettert ist. Ich dachte mir dann: Ja, genau, so funktioniert Naturschutz in Deutschland. Immerhin konnte man von der Burg aus weder Windräder, noch Raps-Monokulturen sehen – auch das ist deutscher Naturschutz.

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Ja: Das ist eine Blindschleiche an der Burg Nideggen.

Willkommen in der Semi-Midlife-Crisis

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Das Leben, schematisch.

—Aktueller Song: “One Foot On the Gas, One Foot In the Grave” von Streetlight Manifesto—

Uff. Alt bin ich geworden. Nach gut und gerne zwei Jahrzehnten Blödsinn wird es langsam wirklich ernst. Neulich beim Balkonrauchen fiel mir zum Beispiel auf, dass ich jetzt länger Raucher bin, als ich seit meiner Geburt Nichtraucher war, was ja grundsätzlich auch nicht schlimm ist, wären nur die blöden Kippen nicht so teuer. Aber man kommt ans Nachdenken, wenn man massiv auf die 35 zuläuft. Soll man auf ewig in Turnschuhen und vergammelten Jeans rumlaufen oder sich ein paar Anzüge kaufen? Will man sich diesen ganzem Kram mit Familiengründung, Heiraten, Krediten und 40-Stunden-Woche in Karohemd, Bundfaltenjeans und Gesundheitsschuhen antun oder eben doch nicht? Will ich ewig arm sein und ausschlafen, Ameise oder wichtig sein oder ganz aussteigen? Willkommen in der Semi-Midlife-Crisis. Weiterlesen

Den Winter aus dem Auspuff blasen

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Neben der Spur: Irgendwo im Ahrtal

Die ersten Sonnenstrahlen wärmen die schmutzige Stadt am Fluss. Die Decke fällt auf den Kopf. Der März fühlt sich dieser Tage an wie Mai. Raus, nur raus, raus aus Allem. Die Arbeit liegen lassen, den Kopf frei bekommen. Luftdruck prüfen, Tank füllen, raus auf die Autobahn, rein ins Ahrtal, den Winter durch den Auspuff aus dem Kopf blasen. Kurve links, Kurve rechts, die Angst verfliegt. Tiefer reinlegen, immer tiefer. Metall kratzt auf Asphalt, Funken sprühen, Reifen rutschen… nichts passiert, Kippenpause mit Aussicht.
200 Kilometer durch Weinberge und Waldstücke, vorbei an Kühen, Schafen, Fachwerkhäusern, während die Sonne Farbe ins Gesicht brennt fühlen sich wie Urlaub an. 200 Kilometer Erholung vom Leben, Erholung von allem. Wenn doch nur immer schönes Wetter wäre…

Kunst gemacht

Holzvolk
Kunst oder so.

Auf einem Spaziergang im Ahrtal habe ich einen zertretenen und verbeulten Volkswagen-Schriftzug gefunden. Das “wagen” fehlte, was blieb, war ein Volk mit “s” am Ende. Ich habe das “s” amputiert, übrig blieb ein Volk. Doch was macht man mit einem Volk ohne “s” und ohne “wagen”? Man steckt es ganz einfach in einen herumliegenden Stapel von Holzklötzen. Ein Holzvolk… Holzklotzvolk… Volk von Holzklötzen. Das fand ich dann so passend, dass ich es fotografiert habe.

Kunst halt, Ihr wisst schon.