10 gute Gründe, Misanthrop zu werden

Meine Welt teilt sich in Menschen, die ich hasse, Menschen, die ich wirklich hasse sowie Menschen, denen ich am liebsten sofort die Giftspritze geben würde. Aber sowas ist ja nazi, das darf man ja gar nicht denken. Trotzdem hier eine persönliche Top 10 dieser Arschlöcher, die leider auch dieses Land bevölkern, denn als Künstler muss man ja Grenzen überschreiten.

  1. Versoffene, polohemdkragenhochstellende Jura-Anwärter mit frischem Abi, die erst im Nachtbus rumpöbeln, um mich danach als alten Sack zu beschimpfen, die dann ihre gurkenmaskengeschönten Fressen nur deshalb vor der Zertrümmerung retten können, weil die Faust des Zorns zu alt, zu unsportlich und zu besoffen ist, ihnen durch die Nacht nachzulaufen.
  2. Sonderschüler, Hauptschüler und Realschüler aller Altersklassen und aller sozialen Gruppen, die ihre Handys als Ghettoblaster missbrauchen und das obendrein mit basslastig-ohrmuschelbelästigender Popscheiße Marke Justin Timberlake, damit es auch schön rasselt im Karton.
  3. Junge Ökomütter, die sich als Gebärmaschinen in der kinderlosen Bundesrepublik ganz natürlich als Anwärterinnen auf das Bundesverdienstkreuz verstehen und mit ihren Kinderwagen immer und überall Vorfahrt zu haben glauben. Wenn die Kinder älter sind, tragen sie Tigerenten-Fahrradhelme und sitzen mit dem herablassenden Gesichtsausdruck verzogener Einzelkinder wie kleine Prinzen in bunten Schalensitzen auf dem Gepäckträger. Das Vorfahrtsproblem erledigt sich erst, wenn die Autofahrer ebenfalls auf Vorfahrt bestehen.
  4. Magersüchtige, besserwisserische Palästinensertuchträgerinnen zwischen 12 und 25 aus besserem Hause, die jedem noch so Unbeteiligten auf Partys noch vor dem “hallo” mit einem Ausdruck allgemeinen Weltschmerzes erzählen müssen, wie scheiße ihre Familie ist und wie individuell sie sich abheben, denn sie waren ja auf demunddem Festival und haben auch die Freundin einer Bekannten eines Kumpels, die mal Drogen genommen hat. Das erzählen sie ebenfalls mit dem gequältem Gesichtsausdruck eines Todkranken, denn sie haben die Welt gesehen.
  5. UPS-, DHL- und sonstige Lieferanten, die zu faul sind, ihren fetten Doug Heffernan-Arsch in den 4. Stock zu bewegen und das Paket deshalb wahlweise beim nicht vorhandenen Nachbarn, bei der Packstation oder bei der schwer erreichbaren Hauptpost am Bahnhof abgeben, obwohl sie vorher bei mir geklingelt haben.
  6. Rechts- und linksradikale Krawallköppe, die der Meinung sind, sich mit ihrem proletenhaften Gehabe irgendwie voneinander zu unterscheiden, in sich aber nichts weiter als arme Würstchen sind, die Flachzangen wie Hitler und Stalin geil finden und beliebig die Lager wechseln, weil sie jetzt die Musik der anderen Seite doch besser finden.
  7. Fette, langhaarige Heavy-Metal-Knaben, die sich weder waschen, noch die Nägel schneiden, deshalb müffeln wie ein Paar Sportsocken eines Zwiebelfanatikers und in ihrer verrülpsten StarTrek-Bierwelt fantasierend ernsthaft denken, ihr Leben im Zölibat wäre selbstgewählt und sie würden sich für Lara Croft aufsparen.
  8. SUV-Fahrer, die sich wie die schwarzen Ritter der Landstraße fühlen, weil sie ja von einem riesigen Berg Blech vor Angriffen der automoblien Knappen in ihren Fiestas, Corsas und Polos geschützt sind.
  9. Reiche Diskotussis mit null Stil, dafür um so mehr Küsschenlinks, Küsschenrechts-Gehabe, die unglaublich viel Kohle von Daddy oder irgendeinem saudummen reichen Lover haben und deshalb bei RTL 2 behaupten können, dass sie “Luxusgirls” wären und sich deshalb beim Shoppen im Nobelstore filmen lassen, während die Fummel, die es da gibt auch keinen Deut besser aussehen als der Sondermüll, den H&M verkauft.
  10. VW-Touran fahrende IKEA-Menschen, die tatsächlich meinen, es wäre eine Form von intellektuell elitärem Verhalten, für mehrere tausend Euro dreist duzenden Schwedenramsch für die neue Altbauwohnung einzukaufen und zwar an einem Samstagvormittag!