Keine Filmkritik
28. Juli 2008 von CRen
[Aktueller Song: "The Last Race" von Jack Nitzsche]
Quentin Tarantino”s “Death Proof” ist als Film ganz großer Quatsch, aber trotzdem der wohl einzige Tarantino-Film bisher, den ich ganz gut fand. Nicht “kultig”, nicht “genial”, sondern einfach ganz OK. Eigentlich der zweite, Pulp Fiction war auch OK, also genauso “Oooo-Kay”, nicht “genial” oder “kultig” und bestimmt nicht so genial, dass der Soundtrack die ganze Oberstufe lang auf jeder Party hoch und runter hätte gespielt werden müssen.
Nun also “Death Proof”, ein vollkommen sinnloser Film über einen Stuntman, der Schlampengrüppchen mit seinem Auto umbringt. Warum? Das erfährt der Zuschauer nicht, genausowenig, warum Stuntman Mike diese riesige Narbe hat. Aber das ist wohl auch egal, die Hauptsache ist, dass die Mordwaffe ein 1970er Dodge Chargers ist, eines der geilsten Autos, die jemals gebaut wurden.
Und weil dieser Dodge Charger ziemlich oft in Aktion zu sehen ist, zusammen mit einigen anderen Muscle Cars, ist der Film schon ganz nett. Das Schlampengelaber, den dummen Plot, die schlechten Schauspieler, die stümperhaft für den “Kulteffekt” eingebauten Filmfehler und die Resthandlung hätte man aber eigentlich lassen können, es hätte wirklich gereicht, 90 Minuten den Dodge Charger beim Feldweg-Umpflügen zu filmen und dazu den wirklich brauchbaren Soundtrack abzuspielen. Dann wäre der Film nämlich ehrlich und damit wirklich gut gewesen!
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