Ja, da haben sich die Wissenschaftler und Medienmenschen wieder selbst übertroffen und über den Durchschnitts-Deutschen aufgestellt. Nicht, dass der Deutsche an sich nicht auch ohne diesen Archetypen schon durchschnittlich genug wäre.
Diese wahrhaft uninteressante Tatsache wurden von der Werbeagentur Jung von Matt herausgefunden und beim Qualitätswissenschaftsmagazin Galileo in einem ellenlangen Beitrag abgefrühstückt.
Doch halt, was hörte man nach zahlreichen durchschnittlichen Details im Beitrag?
Ihr Wohnzimmer hat eine Deckenhöhe von 2,60, an der Wand klebt die Raufasertapete Modell “Erfurt 52″, am Boden liegt ein Verloursteppichboden für 12 Euro pro Quadratmeter, seit sechs Monaten hat auch der Durchschnittsdeutsche einen DVD-Spieler.
Quelle: Galileo-Website
Nicht, dass es irgendwen interessieren würde, aber wie, bitte, berechnet man eine Durchschnittstapete und einen Durchschnittsteppich?
Könnte man aufgrund dieser sicherlich überaus komplexen Rechnung auch das Durchschnittsauto, den Durchschnittskäse, die Durchschnitts-Lieblingsfarbe und die Durchschnitts-CD ermitteln?
Oder gar die Durchschnitts-Ideenlosigkeit einer Durchschnitts-Redaktion eines überdurchschnittlich schlechten Privatsenders? Der Gedanke drängt sich nämlich bei solch Durchschnitts-Beiträgen überdurchschnittlich auf.
Aber wenigstens lud der Hausbesuch bei der Werbeagentur dazu ein, gleich noch ein paar Werbespots in dem Beitrag zu verpacken.

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