Manchmal, wenn ich meine Eltern besuche, fahre ich nicht den direkten Weg nach Hause, sondern noch einen Umweg, an der 24-Stunden-Tanke vorbei, um dort Zigaretten und vielleicht Cola oder was zu lesen zu kaufen. Dabei sind mir heute gleich zwei Dinge aufgefallen, die Männer und Frauen grundlegend voneinander unterscheiden.
1. In meiner Lieblings-Tankstelle gibt es einen Ständer mit Männer- und einen mit Frauenzeitschriften. Männerzeitschriften sind, neben den üblichen Fleisch-Postillen, vor allem die PS- und PC-Presse. Bezeichnend, dass diese Zeitschriften strategisch günstig zwischen Motoröl und Spirituosen geparkt sind.
Bei den Frauenzeitschriften ist das anders, hier steht der Ständer zwischen Kosmetik-Artikeln und Ohne-Kohlensäure-aber-mit-Aroma-Wasser französischer Hersteller und Süßigkeiten. Egal, was Ihr jetzt sagt, aber der Tankwart, der das arrangiert hat, ist ein Genie!
2. Wenn an einer Ampel ein Auto mit einer Frau hält, um zwei andere, leicht angetrunkene Frauen einzusammeln, die gerade angelaufen kommen, gibt es keine Klopperei darum, wer vorne sitzen darf. Bei Männern ist das immer so, dass Kloppereien und Diskussionen entstehen.
Die Frauen hingegen stiegen in der Tür ein, wo sie gerade standen, nämlich vorne und hinten, ohne Diskussion.
Jetzt die Frage: Lag die mangelnde Diskussionsbereitschaft über die Sitzposition am kalten Wetter, wurde die Sitzposition bereits vorher geklärt, zum Beispiel bei einem vorangegangenen gemeinsamen Toiletten-Besuch? Ist das eine spezielle Form weiblicher Hackordnung oder ist es Frauen einfach egal, wo sie im Auto sitzen, was ich nun wirklich nicht nachvollziehen kann?

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