Polizeiarbeit in Köln

Es ist schon komisch: Gestern zeigt mir ein hohes Tier der Kölner Polizei bei einem Pressetermin, wie man (äußerst elegant, wie ich finde) einem Betrunkenen gefahrlos sein iPhone abzocken kann.
Heute lungern dann gleich zwei Streifenwagen in der Matthias-Brüggen-Straße rum, um Geld für die marode Stadtkasse einzutreiben Anschnallverbrecher zu belehren.
Nun stellen sich mir drei Fragen:
1. Warum kassiert die Stadt mit derartigem Personalaufwand Gurtsünder mit 30 Euro ab, während in der Stadt Mord und Totschlag toben?

2. Warum werde ich, chronisch klamm, mit dieser Aktion quasi dazu gezwungen, mir mit meinem neuen Fachwissen das Geld demnächst elegant von einem betrunkenen Handybesitzer zurückzuholen? Und

3. Warum dieser Zwischenschritt? Wenn die Polizisten doch in ihrer Ausbildung lernen, gefahrlos Handys von Betrunkenen zu rauben, müssen sie doch nicht bei Eiseskälte raubrittermässig in verlassenen Industriegebieten herumlungern, um Gurtknöllchen an Rechtschaffende Bürger zu verteilen?
Da gibt’s doch diesen alten Polizeiwitz: “Kommt ein Betrunkener in die Dienststelle und will Anzeige gegen die Polizei erstatten…” –MUHAHAHAHAHAHAAAAAA!

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One Comment on "Polizeiarbeit in Köln"

  1. Kartoffelknilch
    03/02/2010 at 16:35 Permalink

    Gedanken zur Kölner Polizeiarbeit: http://www.xtown.net/polizeiarbeit-in-koeln.html

    This comment was originally posted on Twitter

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