Sozialneid? Warum der VW Golf garnicht geht

Golffahrer sind blöd![Aktueller Song: "A Little Less Conversation" von Elvis Presley]

Wofür springt man eigentlich dem Krebstod von der Schippe, wenn es Golffahrer gibt? Diese betriebsblinden automobilen Schleimscheißer fahren nämlich wie die Henker! Offenbar sind Golffahrer der Meinung, dass sie mit ihrer völlig überteuerten Proletenschleuder die Autobahn gleich mitgekauft haben, anders ist das völlig ignorante Spurwechselverhalten bei Tempo 130 nicht zu erklären. Da wird ohne Blick in den Rückspiegel und ohne zu blinken fröhlich die Spur gewechselt und mit 180 km/h heranrauschende Fiestas werden schlicht und ergreifend ignoriert und abgedrängt. Ich bin heute dreimal fast gestorben innerhalb von 60 Kilometern – Dreimal saß der Sensenmann auf dem viel zu engen Fahrersitz des optimal-geschmacksneutralen Vehikels von Volkswagen!
Liebe Golffahrer, Euch ist hoffentlich klar, dass das Krieg bedeutet?

Oh, ich vergaß: Rückspiegel sind bei VW ja aufpreispflichtig… sorry, mein Fehler.

Vielleicht solltet Ihr nächstes Mal zugunsten der Rückspiegel (376,56 Euro lt Aufpreisliste) auf das BETA-Autoradio verzichten, wenn Ihr eine Eurer Dreckskarren bestellt und sechs Jahre drauf wartet, um es nachher in Wolfsburg selbst abzuholen, in der “Autostadt”, die Besichtigung ist natürlich inklusive, die Fahrtkosten nicht, aber man spart ja 5000 Euro Überführung.
Falls Ihr Euer fahrendes Blödsinnsvehikel überhaupt bestellt bekommt und nicht direkt von den arroganten VW-Verkäufern aus dem Autohaus geschmissen werdet, weil Ihr keinen Geldkoffer unter dem Arm tragt!

By the way: Wie kommt es eigentlich, dass in einem Golf exakt genau so wenig Platz ist wie in meinem Fiesta? Und warum glaubt Ihr eigentlich alle, Eure komische Kiste wäre besser als andere Autos der Kompaktklasse? Weil es sonst nichts vergleichbar “günstiges” von einem deutschen Hersteller gibt und Ihr dabei von BMW und Benz redet? Wenn man dann mit Euch über Eure fehleranfällige, unzuverlässige Dreckskiste redet, erzählt Ihr immer von irgendwelchen komischen koreanischen und italienischen Marken und dass Ihr so einen “Schrott” nie kaufen würdet. Und die Japaner wären ja so hässlich und die Franzosen ja sowieso totaler Technikmüll. Opel oder Ford? Da rümpft Ihr die Nase und sagt “neeee, das Innenraumplastik ist so billig.” Ich finde auch, dass das ein Grund ist, einige Monatsgehälter mehr in ein Auto zu investieren, bei dem man nichtmal eine Scheinwerferbirne wechseln kann, ohne die Werkstatt anzulaufen.

Bleibt also nur der Golf, sozusagen als das geringste Übel in der Kompaktklasse, so jedenfalls verstehe ich Euch. Und wenn man Euch dann fragt, warum Ihr lieber den Neupreis eines Franzosen für einen 100.000 Kilometer-Ranz-TDI bezahlt, wisst Ihr auch, warum: “Volkswagen”, sagt Ihr dann, “steht ja auch für Qualität.” Und die Motoren halten ja auch 5 Millionen Kilometer, bestimmt. Wenn man Euch das Gegenteil belegt, kommt Ihr wieder mit den beschissenen Koreanern.

Mal im Ernst: Die Kiste ist doch völlig überbewertet. Ich werfe mal einen Blick auf die Volkswagen-Website und sehe, dass ein Golf Trendline mit einem fipsigen 80-PS-Aggregat für den Vorzugspreis von 16.300 Euro zu haben ist. Als Dreitürer in weiß oder blau, denn ordentliche Metallic-Farben kosten so um die 2000 Euro Aufpreis, nehmen wir mal “Platinum Grey Metallic”.
Oh, jetzt kostet der Einsteiger-Kompaktwagen schon 18.300 Euro. Mal gucken, was noch kommt…

HA! Da ist ja auch das “Spiegelpaket” für 330 Euro. Und zwei Aschenbecher für 21 Euro. Was nehmen wir denn noch? Passend zum Idioten-Auto sollten wir vielleicht “TÜV-Gutachten Behindertengeräte für Fahrhilfen” einkaufen, 41 Euro. Und, au ja, für die heißen Tage noch eine Klimaanlage für 340 Euro. Oder die für 2160 Euro? Nehmen wir doch die, wir wollen uns ja nicht lumpen lassen! Und ein Reserverad wäre auch toll… 58 Euro mit Stahlfelge und so weiter und so fort, wenigstens scheint VW jetzt endlich mal die elektrischen Fensterheber vorne als Serienausstattung anzubieten, welch Forschritt. Und ein Lenkrad ist auch endlich drin.

Da zahlt man doch gerne 20.000 Euro für ein Auto, das als Käfer-Nachfolger gedacht war und wer so viel für eine Kompaktmühle hinlegen kann, darf sich auch zur automobilen Elite zählen und arme Fiesta-Fahrer umbringen. Ihr habt das Recht dazu!

Das ist aber nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass Ihr auch noch meint, dass der Preis für den Schrotthaufen gerechtfertigt wäre, mit dem Erfolg, dass alle anderen Hersteller jetzt genauso alberne Aufpreislisten führen. Toyota, früher mit All-Inklusive-Autos am Start, meint beim Auris genau den gleichen Mist machen zu müssen wie VW beim Golf.

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3 Comments on "Sozialneid? Warum der VW Golf garnicht geht"

  1. sde
    07/05/2009 at 23:30 Permalink

    Du solltest mal zum Arzt mit deinen Minderwertigkeitskomplexen.

  2. theGreyjack
    26/06/2009 at 16:20 Permalink

    Wie beschränkt muss man denn sein um so ein Statement im Internet zu veröffentlichen?!?!

    Etwas allgemeiner hätte es auch getan!

    Um so einen Artikel bzw einen solchen Text zu verfassen muss man schon eine stark eingeschränkte und vereinfachte Denkweise haben.

    Nur um einen Sündenbock für die etwas stressigen Zusatände auf unseren Straßen zu suchen, bedarf es noch lange nicht solcher sinnfreien, aus der Luft gegriffenen und idiotischen Theorien.

    Und dann noch diese billige Preisdarstellung zu machen, welche nur ein Ausdruck von volkswirtschaftlicher Unwissenheit ist, zeigt mir nur Ihre geistige Armut

    Wahrscheinlich sind Sie Fußgänger und bist bis jetzt nur bei mutti auf’n Beifahrersitz mitgefahren wobei sie sich immer über die “Verkehrsrowdies” aufgeregt hat, was dein durchaus gestörtes Verhältnis zu bestimmten Interessengemeinschaften erklären könnte.

    Vllt haben Sie auch einfach zu lange die Brust bekommen….

    Who knows?!?!?!

  3. Big Ben
    14/11/2009 at 16:18 Permalink

    Armer Irrer…. den Neid kann man eindeutig herauslesen.

    Golf ist doch ein Schrottauto…

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