Schlagworte: Party

Vom weisen Umgang mit privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen

We love Lloret-Besetzung (Quelle: Pro7)
We love Lloret-Besetzung (Quelle: Pro7)
—Aktueller Song: “Gypsies, Tramps and Thieves” von Cher—

Eben warf ich einen Blick auf das neue tolle Pro7-Format “We love Lloret“, bei dem ein Haufen mehr oder weniger minderbemittelter Vollproleten in einer doch recht hübschen Villa irgendwo nahe Lloret del Mar ihren Asikram machen. Protagonisten sind spitznamenführende Typ-Pfosten wie “Jerôme alias Babba”, “der ultimative Playboy” oder Mädchen aus Essen, das sich allen Ernstes “Lory Glory” nennt und “Klein aber Oho!” sein soll. So Typen halt. Die Kids hängen da rum, saufen, “feiern zwei Wochen lang die Party ihres Lebens” und sollen sich als “ultimativer Partykönig” profilieren. Irgendwie warf das dann bei mir die Frage nach der Zukunft dieser Leute auf. Weiterlesen

EHEC oder: Das beschissene Pannen-Nachspiel

Dieses Bild von Lavendel hat absolut nichts mit dem Artikel zu tun!
Dieses Bild von Lavendel hat absolut nichts mit dem Artikel zu tun!
—Aktueller Song: “Check Ya Self 2010″ von Ice Cube feat. Chuck D with Lisa Kekaula—

Deutschland ist dieser Tage im EHEC-Fieber. Das macht betroffen, trotzdem ist noch niemand auf die Idee gekommen, diese sprossengurkentomatenproduzierenden Keimschleudern von Bio-Betrieben endgültig abzuschalten und das auch nachhaltig im Grundgesetz einzutragen. Es gibt kein Moratorium, keine Regierungserklärung, keine Ethikkommission, nicht einmal eine läppische Bürgerbewegung gegen Bio-Fraß. Dabei steht der Biofutter-Bodycount zumindest in Deutschland mit über 30 Toten derzeit direkt nach dem Straßenverkehr und AIDS klar auf der Killer-Seite, noch vor Stuttgart 21 (0 Tote), Atomkraft (0 Tote) und Gen-Futter (ebenfalls 0 Tote).
Wobei meine aktuelle Wut auf Bio ohnehin nicht vom EHEC-Erreger kommt, sondern von dem politisch korrekten Bio-Teebeutel, dessen biologisch abbaubare Schnur schon von ein wenig Wasser zu Verwesen beginnen hatte und mir deshalb beim Auswringen eben im Café gerissen ist, woraufhin ich mir einen Fünftelliter brühend heißen Tee in den Schritt kippte. EHEC hatte ich allerdings auch – ganz ohne Biosprossengurkentomaten! Weiterlesen

Das alljährliche Silvester-Drama

Silvesterraketen mit der Sprengwirkung von Luftblasenfolie
Silvesterraketen mit der Sprengwirkung von Luftblasenfolie
—Aktueller Song: “Tom Sawyer (DJ Z-Trip Remix)” von Rush—

Alle Jahre wieder, wenn die Weihnachtssauereien und -streitereien verdaut sind und das Leben nach den heiligen Irrsinnstagen wieder seinen gewohnten Lauf zu nehmen droht, ist es soweit: Anrufe, Mails, Facebook-Chats, allesamt mit der alles entscheidenden Frage: “Was macht IHR eigentlich Silvester?” Diese Frage bedeutet grenzenloses Elend, denn die Erwartungshaltung ist – ähnlich wie bei Weihnachten oder auch Karneval – enorm, das Ergebnis meist mehr als enttäuschend. Ich feiere jetzt zum 15. Mal “Erwachsenensilvester” – gut war es selten. Weiterlesen

Die spinnen, die Amis!

Dumme Fragen, dumme Antworten...
Dumme Fragen, dumme Antworten...
[Aktueller Song: “Where’s The Party” von Rappin’ 4-Tay]

Die Reise geht über San Francisco. Und nachdem jetzt der neue, biometrische Pass mit Verbrecherfoto da ist, konnte ich jetzt auch die ESTA (“Electronic System for Travel Authorization”) ausfüllen. Das ging in fünf Minuten, nur frage ich mich wirklich, was in Bürokratenhirnen schiefläuft, dass mir da solche Fragen gestellt wurden:

Waren Sie jemals oder sind Sie gegenwärtig an Spionage- oder Sabotageakten, an terroristischen Aktivitäten oder an Völkermord beteiligt, oder waren Sie zwischen 1933 und 1945 in irgendeiner Weise an Verfolgungsmaßnahmen in Zusammenhang mit dem Naziregime oder dessen Verbündeten beteiligt?”

Die Antwort-Optionen “Ja” und “Nein” sind schon königlich. Weil Terroristen und Altnazis, von diesen Fragen derart aufs Glatteis geführt, natürlich wahrheitsgemäss mit “Ja” antworten werden. Wenn man das täte, bekäme man keine Einreisegenehmigung. Und wenn man es nicht täte, also mit “Nein” antwortete, obwohl man Terrorist ist – was dann? Kommen dann die Grenzer und sagen “Böser, böser Terrorist, Du hast uns belogen?”
Abgesehen davon: Angenommen, man ist Terrorist, man kommt wegen der Fragen an der Einreisekontrolle vorbei und verübt einen terroristischen Anschlag und wird gefasst – wird der Richter es dann straferschwerend werten, dass man schon bei der Einreise gelogen hat? Gibt’s dann eine Extrarunde Waterboarding in Guatanamo???

FERIEN!

Party, Party, Party!
Party, Party, Party!
[Aktueller Song: “DJ” von Amanda Blank]

Endlich Ferien. Endlich mal ausschlafen, unter der Woche Party machen ohne Reue. Das erste Mal seit… Juli? Wow, das waren harte fünf Monate. Aber dafür hat es auch Geld geregnet, was die Sache mit dem Freiberuf doch ganz angenehm gestaltet. Und weil ich außerdem gerade noch dabei bin, alte Sünden zu bereinigen, wird 2010 hoffentlich ein gutes Jahr, nachdem es seit Mitte 2007 ja eher schlecht lief. Wie auch immer: Jetzt habe ich erst einmal zwei Wochen halbwegs frei mit ein bisschen Heimarbeit. Und das ist nicht nur gut, sondern sorgt hoffentlich wieder für ein wenig Leben im Blog…

Was für eine Woche

kram[Aktueller Song: “Wheels” von Foo Fighters]

Faulancer-Wochen wie die letzte sind geil. Und gleichzeitig wirklich alles andere als angenehm. Nach Hardcore-Produktion für die Mac-Zeitschriften, Fotoknipsen am 11.11. auf dem Alter Markt in Köln und einem Abend beschaulichen IKEA-Leksvik-Schraubens mit frontflüchtigem Akkuschrauber – “endlich Stauraum in der der schicken Wohnküche” (T. Wittler) – gefolgt von einem entsetzten Zweistundenblick ins Freitagabendprogramm, der mich sogar dazu brachte, meinen Stromberg-Ernie-Sitzball wieder aufzublasen, und zwar mit dem Mund, weil ich den verdammten Aufsatz für die verfluchte Luftpumpe nicht gefunden habe, weil ich richtig schlimm Rücken habe vom IKEA-Leksvik-allein-in-den-zweiten-Stock-Schleppen, bin ich nur wirklich total platt. Eigentlich könnte ich jetzt, um 23 Uhr, mal ins Bett gehen. Könnte ich. Nur sträubt sich alles in mir dagegen.
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Kein Zurück

An manchen Tagen wünscht man sich, das Leben hätte eine Stop-Taste. Damit man den Moment auskosten kann. An den meisten Tagen wünscht man sich allerdings einen schnellen Vor- und vor allem Rücklauf. Da sitzt man in seiner Wohnung, lässt die letzten Jahre Revue passieren und fragt sich plötzlich, wo eigentlich der Moment war, an dem alles schiefzulaufen begann. Oder richtig, denn jeder falsche Schritt im Leben ist in der Rückschau ja eigentlich auch ein richtiger. Man wäre nicht die Person, die man ist, wenn man all die Schläge, all die guten Momente nicht erlebt hätte. Jetzt: Stoptaste, rückspulen, nochmal neu. Oder doch nicht?
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