Schlagworte: Rauchen

Kreativer Kneipenwirt

... sonst kommen die Grünen und Ihr dürft nie wieder Fleisch essen!
… sonst kommen die Grünen und Ihr dürft nie wieder Fleisch essen! (Foto: Stevie)

Eine hübsche Idee, gegen das NRW-Rauchverbot zu protestieren. Gesehen im Billa Bonn:

Liebe Gäste,
wir haben KEINE Lizenz für die Außengastronomie und deshalb dürfen KEINE Getränke mit nach draußen genommen werden.
Ihr könnt Euch dafür bei der Rot-Grünen Landesregierung bedanken, wenn Ihr zum Rauchen auf die Straße gehen müsst.
Und wenn Ihr draußen raucht, bitte nicht zu laut inhalieren und auch nicht zu viel Spaß haben, sonst kommen die Grünen und Ihr dürft nie wieder Fleisch essen!
Aber definitiv: Keine Getränke nach draußen!

Fantastique!

fantastique
Gratispackung Gauloises – tatsächlich mal angekommen.

Es gibt in Zeiten, in denen man als Freiberufler nicht so viel zu tun hat und wenige Dinge passieren, die erheitern. Die paar, die es gibt, sind einerseits das Aufziehen eines neuen Blogprojekts und Bloggen über die perfekte Erstellung eines Meme-Bildes. Und andererseits die kleinen Geschenke des Alltags: Blau geschlagene Schienbeine von offenen Schubladen, das Ausrutschen in der Dusche, ein gut gelungener Twitter-Talk, das Türöffnen in Unterhose. Weiterlesen

Endlich Rauchverbot

Smokers die younger
Smokers die younger
—Aktueller Song: “Mulholland Drive” von The Gaslight Anthem—

Da war er also, der lange gefürchtete Abend im Belgischen Viertel in Köln. Diesem ehemaligen Szenebezirk, der in den letzten zehn Jahren durchgentrifiziert wurde und nun nur noch Yuppies in den Dreißigern beherbergt. Yuppies, die nach einer harten Woche im Management von Banken und Unternehmen ihren Audi-Dienstwagen abstellen, sich in die alternative Schale mit Chucks und so werfen und mal wieder so richtig jung sein wollen. Die jedem Trend hinterherlaufen, neuerdings hochironisch bunte Plastik-Kinderskateboards von Netto fahren und dabei gar nicht merken, wie alt und lächerlich sie geworden sind.

Und dann diese Kneipen. Eigentlich ist es ja schön da. War es schön da, früher, bevor das mit dem Rauchverbot passiert ist. Jetzt sitzen da griesgrämige Türsteher und Kellnerinnen und passen auf, dass niemand die Getränke mit raus nimmt, wenn er rauchen geht. Denn draußen lauern die Flaschensammler. Das mit dem Rausgehen passiert natürlich oft, denn drinnen stinkt es nach Schweiß und Fürzen, olfaktorische Reize, die in der Zeit vor dem absoluten Rauchverbot in den meisten Läden von angenehmen Kneipenkippenmief überdeckt wurden. Der ach so eklige Tabakrauch schützte uns vor den Ausdünstungen unserer Mitmenschen, die, bei den üblichen Sommerkneipentemperaturen jenseits der 30 Grad, Gerüche absondern, von denen ich bis zum 01. Mai 2013 gar nicht wusste, dass es sie gibt. Viele Leute in engen Räumen und es stinkt, salopp gesagt, leider nicht wie im Schweinestall, sondern nach Affenhaus. Und niemand denkt daran, die Klimaanlage anzudrehen, denn die kostet in Zeiten explodierender Strompreise ja auch ordentlich, nämlich Geld und CO2. Und so stehen sie da, die Mittdreißiger, schwitzen, stinken und langweiligen sich in ihrer selbst-, weil grüngewählten Utopie totaler Gesundheit, während sie sich Kölsch in die Kiste kippen. Über allem schwebt der Geist des Verbots, die Kneipenbetreiber sind, wie es scheint, eingeschüchtert vor einem totalitär durchgreifendem Ordnungsamt, das jede Zigarette mit tausenden Euro Geldstrafe belegt.

Wer kann, säuft Kiosk-Bier vor der Tür, raucht Kippen für 26 Cent/Stück und hofft, dass die Immerguten nicht auch noch das Bierverkaufsverbot durchsetzen. Den Alkohol wird es als nächsten treffen. Dann das Fett. Zum Glück ist es endlich warm draußen. Prost.

Tabaksteuer: Irgendwann…

… werde ich dem Bundesfinanzminister eine Rechnung schreiben. Weniger für ihn, als vielmehr für mich. Gestern entfleuchte mir auf die Frage, ob ich nicht doch mal mit dem Rauchen aufhören wolle, der Satz: “Eher gefriert die Hölle!” Und das, ohne nachzudenken. Ein bisschen geschämt habe ich mich ja doch, zumal ich mich immer vor meiner eigenen Stimme ekele, halt, nicht ekele, meine Stimme ist ganz OK. Aber dieses Röcheln… WOW! Erinnert mich dran, dass ich mich für Star Wars Episode… ja, welche auch immer als Darth Vader bewerbe.
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Nie wieder Sport

Spocht is mocht!
Spocht is mocht!
[Aktueller Song: “Drinking In L.A.” von Bran Van 3000]

Ganz toll. Da simuliere ich EINMAL Sport und schon fühle ich mich den ganzen Tag drauf wie ein falscher Fuffziger. Lungere in dunklen Ecken rum, verpisse mich bei der Arbeit alle fünf Minuten zum Rauchen, kippe literweise gepanschten Beutel-Chai in mich rein, dass im Raucherraum nicht mehr nach Kippen, sondern nach Kardamon stinkt.
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IKEA Ossendorf

Kürzlich belauschte ich mehr zufällig beim Herumhängen und Rauchen das Gespräch zweier junger Frauen. Wobei “jung” vielleicht nicht ganz so richtig ist, sie waren eher älter als ich, aber jünger angezogen, wie das heute Mode ist. Aber das ist ja Nebensache, wichtig ist vielmehr der Inhalt des Gesprächs:

A so: “Warst Du schon bei dem neuen IKEA?”
B so: “Ne, Du?”
A so: “Nein, aber der soll richtig gut sein.”
B so: “Dann fahre ich Samstag mal hin.”
A so: “Ja, unter der Woche ist auch zu anstrengend.”
B so: “Wurde auch Zeit, dass hier mal ein IKEA aufmacht. Ich habe mir kürzlich schon aus blanker Not und weil ich keine Lust hatte, nach Godorf zu fahren, Teelichter beim Plus gekauft.”
A so: “Och nö, die sind doch Mist.”
B so: “Ja, die haben sich nach der Hälfte ersoffen. Ich mache ja abends immer Teelichter an um Strom zu sparen. Die von IKEA sind echt besser.”
A so: “Ja, viel besser. Und das ist ja auch sinnvoll, die anzumachen. Bei den Strompreisen heute.”
B so: “Ja, und deshalb fahre ich ja Samstag zu IKEA. Teelichter kaufen. Da hab ich auch ein Argument, damit mein Freund mitkommen muss.”
A so: “Ja, die Männer haben da nie Bock drauf. Verstehe ich gar nicht…

FRAUEN!

Schwangerschaftsstreifen

Rauchen auf dem Krankenhausbalkon kann unangenehme Nebenwirkungen haben.
Rauchen auf dem Krankenhausbalkon kann unangenehme Nebenwirkungen haben.
[Aktueller Song: “Nothingtown” von The Offspring]

Ich treffe Jaqueline 2007 im Krankenhaus auf dem Balkon. Sie ist Anfang 20, raucht Jakordia, trägt Buffalo-Pantoffeln mit hohen Sohlen zu schwarzgefärbtem Haar mit rosa Strähnen, spricht mit sächsischem Dialekt und ist auch sonst ganz und gar asozial. Sie steht auf und setzt sich neben mich, die Abendsonne blendet.
“Nierensteine”, beginnt sie ein Gespräch, das ich nicht will, denn sie findet sich und mich wohl ganz interessant.
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Raucherfrauen

Nichts lässt den Abend geschmacklich so angenehm ausklingen wie eine in einem ordentlich gefüllten Aschenbecher verhakte Zunge.
Nichts lässt den Abend geschmacklich so angenehm ausklingen wie eine in einem ordentlich gefüllten Aschenbecher verhakte Zunge.
[Aktueller Song: “Nothingtown” von The Offspring]

Er raucht. Sie nicht. Sie sitzen auf einer Party und statt zu rauchen, ist sie beleidigt. Wie sooft. Weil er raucht und sie nicht. Sie hat mal geraucht, ziemlich viel, dann hat sie es gelassen, ist ja auch gesünder und sie will ja auch bald Kinder haben. Das war allerdings lange, bevor sie sich kennenlernten. Sie sagt, sie hasst Raucher. Trotzdem liebt sie ihren Mann. Außer wenn er raucht, dann findet sie ihn doof und schmollt. Am liebsten auf Partys, eigentlich sogar nur auf Partys.
Da schmeckt er besonders schlimm nach Aschenbecher, denkt sie.
Damit es auch jeder mitbekommt, denken seine Freunde.

Warum sich rauchfreie Frauen – und das ist pathologisch – ständig rauchende Kerle aussuchen, um dann bei gemeinsamen öffentlichen Auftritten regelmässig wegen seines Rauchens beleidigt zu sein, ist ein weiteres Rätsel der Evolution und der weiblichen Psyche, das besser nicht hinterfragt werden sollte.