Bonn sollte sich “Hippiestadt” auf sein Stadtschild schreiben. Nirgendwo auf der Welt, San Francisco ausgenommen, findet man so ausgefallene Liegerad-Konstruktionen wie in der lauschigen Ex-Hauptstadt am Rhein. Hier in Düsseldorf würden solche Liegeradfahrer ja von den allgegenwärtigen amerikanischen Militärjeeps namens Hummer zerschreddert, in Bonn hingegen dürfen die Fahrrad-Nazis nicht nur auf die Autobahn, sondern auch in den Stadtrat. Natürlich habe ich mich immer gefragt, was die Typen so in ihrer Freizeit treiben. Und heute fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass sie genau das tun, was ich von ihnen erwartet hatte…
Die Fahrrad-Nazis beten in ihrer Freizeit nämlich die Sieg an, und zwar auf die tibetische Art, wie ich heute bei einem Besuch an der Siegmündung erschrocken feststellen musste. Nicht nur, dass da irgendsoein Hippie tibetische Gebetsfähnchen aufgehängt hat…

… nein, das hat ihm nicht gereicht, er musste auch noch einen Altar aufbauen. Inklusive dem unverzichtbaren, weil in bester Hippie-Altstadtwerkstatt-Manier selbstbemalten Steinwerk:

Gott, wie gerne hätte ich die Typen inflagranti erwischt und mich totgelacht. Verdammt, es ist so klischeehaft – merken die Leute das nicht?!


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